Hallo zusammen, hier erst einmal die Auflösung unseres „Bild-Rätsels“.
Sebastian hat auf Anhieb richtig getippt, wow klasse

Es ist die Spiegel- und Vergrößerungs-Einheit eines Leuchtturms. Hier im Museum haben sie statt der starken Lampen „nur“ eine einfache Glühbirne eingebaut und genau das war auf dem Foto zu sehen.
Montag. Wenn man fast jeden Tag in einem anderen Hotel übernachtet und zwischendrin alles ins Auto stopft, ist ein Moment immer der nervigste von allen: „… wo ist eigentlich mein … Ausweis … Brustbeutel … Brille … „. Was man gerade sucht ist fast austauschbar, sofort geht der Adrenalinspiegel hoch. Man wird hektisch, durchwühlt alles und kramt in der Erinnerung, wo das gesuchte Objekt zuletzt gesichtet wurde. „Oh, hoffentlich habe ich das nicht in …xyz… liegen gelassen!!“ … Hast du das gesehen?!! Die wichtigsten Dinge wie Notebook oder den neuen Fotoapparat hat man ja mehr oder weniger immer am Körper
. Mit anderen Worten, bis eben war die Brille nicht auffindbar, aber jetzt sie wieder da und der Blutdruck kann wieder runter gehen.
Am heutigen Montag haben wir es nicht weit. Wir fahren gemütlich von Midland nach Huntsville . Es sind lt Navi ca 120 km. Da wir nicht die direkte Route nehmen, sondern an Seen entlang fahren wollen, wird es ein wenig zickzack gehen. Aber die Strecke ist schöner. Zunächst ist es die Kunst, das dem Navi beizubringen.
Wenn man vom Highway abfährt, so sehen die Orte, durch die wir hindurch kommen, ungefähr aus:

Unser Navi hat übrigens eine ziemliche Macke. Wie in USA gibt es wie erwähnt auch in Kanada „Highways“. Auf Verkehrsschildern steht dann die Abkürzung „Hwy“. Was aber macht das ALDI-Navi daraus?! Es kündigt Richtungswechsel zwischen einem Highway zum nächsten lautstark an mit zum Beispiel „… bitte wechseln Sie in 150 m auf Hawehübsilon 60 … “ äh, wohin? … so geht das den ganzen Tag.
Auf der Fahrt wird zum Glück das Wetter besser. Endlich sehen wir wieder blauen Himmel und die Umgebung wird grüner. Insgesamt soll es tagsüber milder, aber nachts bald 1 Grad werden. Gut für den Indian Summer, mehr und mehr Blätter färben sich ein wenig rot.


Und die ersten Moose-Verkehrsschilder tauchen auf.
Wir sind gespannt, ob eines unseren Weg kreuzen wird.
Nachmittags kommen wir in Huntsville an. Der Ort hat ca 18.000 Einwohner und ist Ausgangsort für Ausflüge zum Alonquin Park, einem der Nationalparks von Canada. Da der Fremdenverkehr die Haupteinnahmequelle des Ortes ist, gibt es im Bereich der Main Street ein Restaurant und Geschäft neben dem anderen.
Zu Fuß, ja zu Fuß!, sehen wir uns das Zentrum an. Es fällt auf, dass die Stadt ein Herz für Sport und Kunst hat. Anscheinend war hier gestern ein „Ironman-Marathon „. Schade, dass wir den verpasst haben. Überall ist noch die Werbung dafür zu sehen.
An zahlreichen Fassaden in der kleinen Innenstadt sind großformatige Ölbilder der „Group of Seven“ angebracht. Das sieht super aus. Wir müssen mal im Internet nachsehen, wer das ist.

Heute abend müssen wir aber erst mal nachlesen, was man im Alonquin Nationalpark machen kann. Der steht nämlich morgen auf dem Plan.
Soviel für heute.
Ach übrigens, hier in Huntsville klappt das mit unserem Internetzugang nicht so gut, müssen mit dem Notebook im Motel rumlaufen um einen Platz zu finden, wo wir einigermaßen Empfang haben und auch dann bricht’s dauernd weg. Micha hat gestern in seiner Verzweiflung versucht, neue Treiber zu installieren, mit dem Ergebnis dass das Notebook gar nicht mehr hochzufahren war und er ziemliche Schweißausbrueche bekam. Irgendwie hat er’s dann wieder hinbekommen und wir versuchen jetzt mit dem bißchen an Verbindung zu leben; ist fast wie Analog-Modem damals ![]()
Also nicht wundern wenn’s bißchen später als gewohnt wird, bis neue Berichte erscheinen.
180 km + 1.733 Schritte. Als Fußgänger ist man hier wirklich ein Exot.
Over and out.