Donnerstag. Der Wecker klingelt um 6:30 Uhr. Das ist im Urlaub nahezu unmenschlich! Nach drei Mal draufhauen, ist der innere Schweinehund überwunden. Wir wollen früh starten, denn wir haben heute ganz viel vor.
Vor allen Dingen wollen wir im Algonquin Park mit dem Kanu über ein paar Seen paddeln. Am Morgen ist es noch sehr kalt, knapp über Null Grad. Bis wir gepackt und aus dem Hotel ausgecheckt haben, ist es temperaturmäßig auch schon etwas milder. Als wir im Park beim Kanuverleih sind, reichen 2 Pullover + Schwimmweste.

Wir leihen ein Aluminiumkanu, das scheint am stabilsten – der neue Fotoapparat darf ja schließlich nicht ins Wasser fallen

–> Apropos Aluminiumkanu, das ist auch die Auflösung unseres „Bild-Rätsels“ vom 16.September. Hier das Bild nochmals aus einer anderen Perspektive

Da wir recht früh dran sind, ist es sehr still auf dem See. Wir paddeln am Ufer entlang, vielleicht entdecken wir hier ein paar Tiere, z.B. ein Moose beim Zähneputzen. Sehr idyllische Gegend. Viele kleine und noch kleinere Inselchen und jede Menge Sommerhäuser (Lodges).

Wir haben einen Routenvorschlag des Verleihers bekommen, an den halten wir uns. Ausser uns sind nur noch drei andere Kanus auf dem See; die Haupt-Reise-Saison ist vorbei, das ist absolut nach unserem Geschmack.

Nach zwei Stunden ziehen wir das Kanu an Land, holen Bananen und Schokolade raus. Die Moose-Ausbeute aber bleibt schlecht. Nix zu sehen und zu hören.


„… sag mal hast du das eben auch gehört?!“ „nö, was?!“
Okay, kein Moose. Hier aber eine Aufnahme, die nachmittags im Museum entstand. So sieht eine Moose-Kuh aus.

Und so das männliche Gegenstück. Das Geweih hat jeweils 1m Durchmesser.
Im September, also jetzt, ist Brunftzeit. Um sich (noch) attraktiver zu machen, uriniert der Elch übrigens auf den Boden und wälzt sich darin herum. Je mehr Gestank, desto erotischer für die Moose-Kuh. Na so was.
Wie dem auch sei, wir haben nichts gesehen, nichts röhren gehört, bis auf … moment mal war das nicht eben ein Biber, der Reginas Sonnenbrille auf hatte ?!

… und dann gings langsam wieder zurück.

Rund um den See ist übrigens der Indian Summer schon angekommen.

Im Anschluss an die Paddeltour sind wir ins VISITORCENTER des Parkes. Das ist auf der Ostseite. Dort steht am Eingang eine Tafel, auf der steht, wer an diesem Tag welches Tier wo gesehen hat. Diese Tafel wollen wir Euch nicht vorenthalten. Am heutigen Tage waren also folgende Tiere gesichtet worden:

Der Tafel konnten wir entnehmen, dass grade 10 min bevor wir ankamen, von der Aussichtsplattform des Visitorcenters eine Moose-Kuh mit zwei Kälbern zu sehen war.

Wir also nix wie raus auf die Plattform und tatsächlich, wir haben ein Tier gesehen, aber es war mit bloßem Auge nicht größer als ein halbes Gummibärchen. Es hat mit dem linken Ohr gewackelt und sich damit Fliegen vom Hals gehalten.
Micha hats mit dem Fernglas gesehen.
So. Und nach dem Besuch im Visitorcenter war es 18 Uhr und wir haben uns ins Auto gesetzt und sind nach Ottawa gefahren, etwa 4 Stunden.
Das war ein langer Tag.
400 km mit dem Auto + kaum Schritte * aber ne Menge Paddelschläge mit den Flügelchen.
Over and Out.
hallo Ihr Zwei ,das war ein wunderschöner anschaulicher Bericht, weiter so.liebe Grüße G+H
Hallo Ihr Beiden,
schade das Ihr nicht mehr von den Moose sehen konntet, aber ich hoffe Ihr habt bald Glück und wir können uns dann an den Bildern mit erfreuen.
Liebe Grüße
Biggi