Quebec Tag 2

23 09 2008

Dienstag. Quebec ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Der Reiseführer schreibt „Die Provinz Quebec ist ein Stück unverwechselbares altes Frankreich an der Ostküste Frankreichs“.

Das Motto der Provinz Quebec lautet „Je me souviens“, es steht u.a. auf den Nummernschildern der in dieser Provinz zugelassenen Autos. „Ich erinnere mich“, ja, aber an was bloß?! Hat ein Weilchen gedauert, bis wir zufällig herausgefunden haben, was „je me souviens“ bedeutet.

Da wir in Quebec abends angekommen sind, mussten wir am naechsten Morgen zunaechst herausfinden, wo wir gelandet waren. Auf den ersten Blick sieht das drei-Sterne-Hotel „LÁutre Jardin“ ja nett aus … Blümchen hier, Blümchen da.

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Zieht man das Objektiv auf, bzw. kommt man morgens aus dem Hotel, weiss man auch, woher der ganze Krach kommt …

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…. Je me souviens (ich erinnere mich) … heisst für uns erst mal, das war das laute Hotel, vor dem man nirgends mit dem Auto halten konnte.

Nun aber in echt: Dieses Motto ist das (vor sich hergetragene) Bekenntnis der Quebecer zur eigenständigen Kultur … „, naemlich zu Frankreich. Wir lernen es gleich im Hotel, dieses Bekenntnis, denn der Dame an der Rezeption kann man beim besten Willen kein Englisch abringen. Wo kann man parken? hrfeiuh greg errgigiuhg. Gibt es hier einen Aufzug? elgfvzetjhgh eriuerguerg reiuerge rrtz. Bis wann ist Frühstück? iöogjgjd rege gergrug rev fd…. Aha. Na gut, das kriegen wir schon irgendwie raus.

Wie einst Asterix und Obelix ihr gallisches Dorf gegen die römische Weltmacht verteidigten, erwehren sich heute die 7,5 Mio Bewohner der Provinz Quebec der weit über 300 Mio anglophonen Nachbarn, d.h. dem Englischen und dem Amerikanischen.

In Quebec haben wir uns entschlossen, keine (!) Stadtrundfahrt zu machen, auch wenn das eigentlich zu unserem Standardprogramm gehört. Sie war uns einfach zu teuer. Wir dachten, das kriegen wir auch so hin. Einer hat den Stadtplan in der Hand, der andere den Reiseführer, das müßte klappen.

Zu Renates Leidwesen ging es erst mal 20 Minuten in die Oberstadt, d.h. recht steil bergauf. Micha hatte auf seinem Navi die kürzeste Rout eingestellt – zum Glück ohne Autobahn-Modus ;-) .

Hier wird die Route gerade überprüft …

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Fast oben angekommen – das Navi wollte gerade eben sagen „Sie haben ihr Ziel erreicht“, kam plötzlich die Frage auf, wieso ist eigentlich der Rucksack so leicht? Und, äh, wo sind Ausweis und Geldbörse? „Merde“ – man darf hier ja nur auf französisch schimpfen – … beides war noch im Hotelzimmer, im Schrank. Wir also zurück, ganze 1476 Schritte umsonst gelaufen sagt der Schrittmesser. Renate nimmt es aber ganz genau :-(
… und wieder 20 Minuten bergauf. Hier war Halbzeit ….

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…. hoffentlich ist hier nix blödes auf die Mauer gespüht, dann bitte gleich Feedback und das Foto wird retuschiert!

Irgendwie kam das Navi in Quebec nicht gut zurecht. Sowohl bei der An- als auch bei der Abreise hatte es minutenlang keine Ahnung, wo wir waren. Es wollte uns entgegen der Einbahnstraße bzw drei mal hintereinander links schicken. Heute früh sagte es bei nachfolgendem Anblick …. „Dem Straßenverlauf 9 km folgen“ …

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Da stimmt ja wohl was nicht. Wahrscheinlich kommt es nicht mit den französischen Straßennamen zurecht ;-) So haben wir das Navi ausgeschaltet und den guten alten Stadtplan und Reiseführer aktiviert.

Die Stadt Quebec besteht aus zwei Teilen: der Altstadt, die sich innerhalb der alten Stadtmauer befindet, und dem Teil ausserhalb der Stadtmauer, in dem moderne Bürogebäude zu finden sind.

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IMG 2151 Wir spazierten durch ein Stadttor und in die Altstadt hinein. Hier kann man sich leicht vorstellen, irgendwo in Frankreich zu sein.

Straßenschilder, Speisekarten, Preisschilder, alles auf französich. Auch gibt es sehr schöne Eingangstüren.

In Geschäften oder Cafés wird man auf französisch angesprochen, nie auf englisch.

Eine nette junge Verkäuferin sagte zu Renate sinngemäß „Mein Name ist Melanie. Ich kann nur sehr schlecht englisch. Aber sie können mich alles fragen.“ Oha, da heißt es in der Erinnerung kramen, wie man sagt auf französisch „Wieso gibt es hier nur die Größe „S“. Diese Jacke ist mir viel zu klein! Haben sie diese auch größer?“.

Die größte Sehenswürdigkeit ist das Chateau Frontenac. Es ist das Wahrzeichen der Stadt und weithin sichtbar. Hier mit einem Tourist, der sich immer wieder ins Bild drängte …

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Das gewaltige Bauwerk ist ein Hotel mit 500 Zimmern. Man kann leicht einen Chip mit diesem Motiv vollknipsen. Wir sind kurz durch die Eingangshalle geschlendert und sofort wieder raus, denn es wurde gerade von einer Reisegruppe Japanern okkupiert.

Direkt neben dem Hotel ist eine kleine Boutique. Dort wurden Lumberjacks verkauft. Was ist das eigentlich? Der Begriff kommt einem irgendwie bekannt vor. Wir haben es uns erklären lassen: Holzfällerjacken! (englisch „lumber“ bedeutet „Bauholz“)

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Hergestellt , um den kältesten Temperaturen zu trotzen. Wird aus Wolle gemacht … kratzt. Diese kleine Schafherde stand vor der Boutique.

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Um es kurz zu machen, wir sehen uns die im Reiseführer ausgewiesenen Sehenswürdigkeiten an, folgen der im Buch beschriebenen Route.

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Bis uns die Energie verläßt und wir das machen, was alle machen, nämlich einen Kaffee und/oder ein Bier trinken.

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Mit diesem Ausschnitt aus einem wunderbar gemalten Bild an einer Fassade beenden wir diese Beschreibung.

12175 Schritte.

Over and out.


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Eine Antwort

27 09 2008
Heinz+Gudrun

So und nicht anders ergeht es einem wenn man auf eigene Faust losgeht! Aber am Ende ist man ganz Stolz es geschafft zu haben.Zu bewundern,die vielen schönen Fotos und dann noch die Hausaufgaben…….. Liebe Grüße H+g

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