Die letzte Märzwoche verbringen wir in Ägypten und tanken Sonne am Pool und etwas Salzwasser beim Schnorcheln und Tauchen hier in El Quseir; ca 2 Autostunden von Hurghada entfernt.
Zum Schreiben eines Blogs fehlen uns bei diesem Kurzurlaub Zeit und Muse, aber ein paar Bilder die mit dem kurz vorher im Internet erstandenen Unterwasserfotoapparat entstanden sind, wollen wir Euch nicht vorenthalten.
(grmpf; falsches Datum im Fotoapparat und jetzt in einigen Fotos als Stempel



In unserer Urlaubswoche hier in El Quesier waren wir bislang drei Tage schnorcheln und tauchen. Beides ist hier sehr leicht. Direkt vom Strand aus kommt man auf ein Riff mit Korallen.
Wir hatten von zuhause Maske, Schnorchel und Flossen mitgebracht. Diese kamen schon am zweiten Urlaubstag zum Einsatz. Das kristallblaue, klare Wasser und die vielen Farben haben und sozusagen gelockt. Wir sind zur Tauchschule, die zum Hotel gehört und haben für mich sicherheitshalber einen „Shortie“ ausgeliehen, d.h. einen kurzen Neopren-Anzug, damit ich mir nicht gleich ne Erkältung hole. Micha hat seinen Shortie mitgebracht – das war eines der Dinge, die uns die Übergepäck-kg und –gebühr eingebracht haben.
Mit Shorties an taperten wir dann den Steg entlang, um uns am Ende in die Fluten zu stürzen. Okay, das Wasser ist derzeit so kalt, dass speziell ich mich zentimeterweise den Fischen angenähert habe. So haben wir uns das Riff von Nahem angesehen, Fischchen und Korallen inspiziert und möglichst fotografiert. Einige Fische kamen uns sehr entgegen, die meisten anderen nahmen aber Reisaus. Wir werden versuchen, hier noch ein paar Schnappschüsse einzubauen.
Da wir nun schon mal mit der Tauchschule Kontakt hatten, haben wir uns nach deren Angebot erkundigt. Seit unserem letzten gemeinsamen Tauchgang (in Thailand) sind schon zehn Jahre vergangen. Uns kam es eigentlich nicht so lange vor, aber unsere Taucherheftchen lügen nicht. Deshalb vereinbarten wir zunächst ein „Update“, d.h. wir haben eine Art Nachhilfe-Unterricht bekommen, worauf man alles achten muss, wenn man mit Sauerstoffflasche und Maske den Kopf unter Wasser steckt.
Dieses Update fand einen Tag später, am Dienstag im Hotelpool statt. Genauer gesagt fand es vormittags unter den Augen zahlreicher Gäste im Hotel-Pool statt. Seitdem werden wir von Leuten gegrüßt, die wir noch nie vorher gesehen haben J
Nachmittags wurde unser runderneuertes Wissen im Meer auf die Probe gestellt. Mit mehrern anderen Neulingen führen wir mit einem Bus ca ne halbe Stunde südlich zu einer flachen Stelle und wälzten uns ins Wasser. Unser Guide, Florian, hat ganz viel erklärt, war geduldig und hilfsbereit. Es war eine ganz entspannte kleine Tour unter Wasser. Ganz komfortabel ist hier, dass auf ein Taucherlein ca drei Ägypter kommen, die einen umsorgen, alles transportieren, die kontrollieren, ob auch alles korrekt funktioniert und zu allem Überfluß Teppiche auf dem Strand trapieren, damit man nach dem Tauchen nicht wie ein paniertes Walross in den Bus steigt.
Am Ende des Tages waren wir deshalb nicht nur sehr froh und vergnügt, sondern auch höchst motiviert, noch eine Tauch-Tour zu machen. So buchten wir für den nächsten Tag, Mittwoch, einen Ganztags-Ausflug nach „Abu Dabab“.
Für den Mittwoch bedeutete das, um 6:15 Uhr aufstehen und frühstücken. Das war grausam. Sehr grausam für einen Urlaubstag. Halt stop, beinahe hätten wir ein Detail übersehen. Es galt noch eine Hürde zu überwinden: ein ägyptischen Gesundheitszeugnis vom Arzt benötigten wir. Das mußten wir am Dienstagabend noch organisieren. Er sollte unsere Tauchfähigkeit bestätigten und uns ein Gesundheitszeugnis ausstellen.
Ja, okay, das machen wir natürlich auch, denn es hieß ja auch, dass dieser Ausflug „sein Geld wert sei“, sprich so viele Fischarten wie sonst nirgends in Ägypten, zzgl Seekuh, wenn man Glück hat. Na gut, wir machen mit.
So sind Micha und ich zum ägyptischen Arzt. Er war absolut sorgsam und irgendwie süß. Er hat jeden von uns 30 Fragen gestellt, uns quasi auf Herz und Nieren, genauer auf Blutdruck, Puls und saubere Ohren geprüft und uns dann nach einer Stunde das benötigte Zertifikat ausgestellt. Damit hatten wir „grünes Licht“ für unseren Tauchausflug am Mittwoch.
Pünktlich um 7:45 Uhr saßen wir im Bus mit 6 Italienern und knatterten ca 1,5 Std nach Süden, Richtung „Abu Dabab“. Der Tauchplatz erwies sich als großer Tauchrummel, durchorganisiert mit Sonnenschirmen, -liegen, Mittagessen und improvisierter Toilette, um Tauchern den Ausflug möglichst angenehm zu machen. Dort erwarteten uns schon Leute unserer Tauchbasis mit den oben erwähnten Teppichen und mit allen Gerätschaften.
Micha und ich hatten unseren eigenen Guide, Hassan. Er begleitete uns bei zwei Tauchgängen.

Seekuh mit Putzerfischen
Morgens gings zu Schildkröten und einer mopsigen, aber sehr agilen Seekuh von 2,5 m Größe – die alle 4 min an die Oberfläche zum Atem holen muss und der man dann möglichst aus dem Weg geht, denn sonst gibt’s einen Zusammenstoß bei dem man nicht gut aussieht. Nachmittags tauchten wir zu einem sensationell bunten und von vielen Fischen bewohnten Riff. Die Fische kannten wir aus Zooaquarien, die Namen haben wir uns später aus einer Karte herausgesucht. Alles in allem war das Riff und die Farbenwelt paradisisch anzusehen.

Fisch-Schwarm kreuzt

Mittendrin auch NEMO
So gegen 19 Uhr waren wir zurück in der Tauchbasis. Nach dem Auspacken und Reinigen der Tauchgeräte setzten wir uns noch mit unserem Tauchguide Hassan zusammen, um unser „Logbuch“ auszufüllen. Das macht man so als Taucher. Hier kam es dazu, dass Hassan gänzlich unerwartet den Spruch des Tages loslies. Er, der kaum deutsch konnte, sagte die wenigen Worte, die ihm flüssig über die Lippen kamen: „Tauchen macht blöd.“ Wie er plötzlich darauf kam, keine Ahnung. Er selbst musste darüber laut lachen.
Die beiden letzten Tage der Woche werden wir faul. Das haben wir uns vorgenommen. Heute, Donnerstag, haben wir es durchgehalten. Das Ergebnis ist Sonnenbrand auf dem Bauch. Morgen steht dann leider schon wieder packen auf dem Programm. Ach ja, unseren Unterwasser-Fotoapparat werden wir hier an den Postkarten-Mann verkaufen.
Hier kommen noch weitere Bilder vom Schnorcheln direkt am „Hausriff“ des Hotels:

Dory ist auch da
Dory, die Doktorfisch-Dame, haben wir dann dort am Hausriff gefunden, weit weg von Nemo der sich tags zuvor in der Anemone vergnügt hatte.

Sohaldoktorfisch

Schwarm-Wimpelfisch

Gelbklingendoktorfisch

Flötenfisch
Hi Micha – Hi Renate
Na dann mal schönen Urlaub. Ich sag’s Euch. Es ist echt doof wenn man in der Sonne wohnt, so wie wir. Da kommt der Urlaub echt zu kurz. Im Juni fliegen wir dann mal wieder nach Deutschland (seufz). Urlaub kann man das echt nicht nennen (leicht depressiv werdent). Aber euch einen schönen Urlaub und kommt wieder gut zurück.
Michael und Patricia
Sieht erfrischend aus… so eine Abkühlung könnten wir jetzt auch gebrauchen… aber immerhin ist es hier (LAX) schon mal warm… heute Morgen in HH hatten wir noch knapp über Null Grad.
Hi Micha, hi Renate, dass sieht ja richtig gut aus wie Ihr so durchs Wasser gleitet. bei uns ist noch skifahren angesagt. Bi letzte Woche im Tiefschnee getaucht, hat auch was. Wetter toll nur -12 Grad. Ich wünsche Euch einen tollen Urlaub und eine gesunde Rückreise.
Herzlichst Susanne aus München
Hallo Ihr beiden,
tolle Eindruecke, von denen Ihr berichtet. Ein Neoprenanzug waere hier auch angebracht, dazu noch eine Augenbinde, um das nasskalte Schmuddelwetter hier gaenzlich ignorieren zu koennen.
Kommt gut zurueck und verfliegt Euch nicht, denn Tauchen soll ja bloed machen.
Ach, und: Gruesse an Emmi und Leo!
Gruß aus Stuttgart, Stephan
Hallo, Ihr Urlauber, schön, was Ihr so alles zu sehen bekommt,leider geht die Zeit viel zu schnell vorbei.Wir wünschen Euch einen guten Heimflugt.Leider komme ich nicht an mein e-mail heran, die Seiten sind sicherheitshalber gesperrt, noch bin ich nicht dahintergekommen warum.
l gr g+h
E-mail funktioniert wieder, habe nochmal Eure Bilder und Bericht angesehen. Bis bald liebe Grüße G
Hallo Ihr beiden,
einen schönen Urlaub noch und immer eine handbreit Wasser über euch beim Tauchen…
Gruß Hauke+Petra
Neue Bilder ganz toll, wer kann schon sagen er war unmittelbar zum Greifen nahe an diesen wunderschönen Tieren war.liebe Grüße g+h
Oh man…*neid* Ich wünschte echt, ich wär dabei gewesen. Das sieht um so vieles verlockender aus, als der Bücherstapel hier vor mir…